Impression vom Wahlvorgang
Impression vom Wahlvorgang

Am 14. Juli 2017 hat die Mitgliederversammlung für einen neuen Vorstand des Alumni-Netzwerks abgestimmt.

Durch die Wahl ist der Vorstand auf sechs Personen angewachsen; erstmalig stellen auch die (noch) Studierenden einen Vertreter im Vorstand. Damit sind inzwischen vier von sieben Jahrgängen im Vorstand des Kapitels repräsentiert. Mehr Jahrgänge, mehr Ideen, mehr kohortenübergreifender Austausch!

Den neuen Vorstand kennen lernen.

Allgemein Veranstaltungen

Am 13. Juli 2017 lud die AG Visionsbildung und Strategie zum Workshop ein, um mit allen interessierten Mitgliedern gemeinsam an einer Vision für das Kapitel21 zu arbeiten.
In drei Arbeitsphasen wurden Inhalte für den weiteren Prozess generiert. Nachdem zunächst alle Teilnehmer*innen individuell den IST-Zustand des Kapitels analysierte, wurde anschließend in Gruppen diskutiert und geclustert. Das gleiche Prozedere führten die Teilnehmenden für den wünschenswerten SOLL-Zustand des Kapitels durch. Zum Abschluss haben die Anwesenden konkrete Ideen samt grober Umsetzungspläne entwickelt, um eine der vorher erkannten Lücken zwischen IST- und SOLL-Zustand zu überwinden. In der Abschlussrunde wurden die Ideen bei einem Glas Wein oder Wasser geteilt und diskutiert. Die Stimmung machte Mut, dass einige Ideen Wirklichkeit werden. Die konkreten Ergebnisse werden aufgearbeitet und an alle Mitglieder versendet, mit der Möglichkeit, eigene Ideen und Impressionen beizutragen.

Fragen zum Prozess? Mitmachen in der AG?

vorstand[ät]kapitel21-zukunftsforschung.de

Allgemein

Am 12. Januar 2017 haben wir das neue Kapitel21-Jahr mit einem Besuch der Ausstellung Things to Come in der Deutschen Kinemathek begrüßt. Souverän geführt wandelten ungefähr 20 fertige und werdende Zukunftsforscher*innen durch futuristische Räume, in denen uns filmische Zukünfte aus vergangenen Zeiten begrüßten. Drei thematische Welten erlebten wir: den Weltraum, die Gesellschaft der Zukunft und das Fremde. Spannend, wie sich gemeinsame Elemente und Vorstellung über Jahrzehnte und zahlreiche Zukunftsfilme hinweg erhalten; niedlich, wenn man die Visionen der ersten SciFi-Regisseure und den Blick hinter die Kulisse, auf ihre Umsetzungen werfen darf; begeisternd, wie die technischen Möglichkeiten, zunehmend erstaunlichere Effekte erlauben; verstörend, wenn manche Filmkreatur plötzlich genau vor einem steht.

Unsere einhellige Zukunftsexpert*innen-Meinung: Diese Ausstellung ist einen Besuch wert – und das noch bis zum 30. April 2017!

Allgemein

Als Kapitel 21 veranstalteten wir auf dem diesjährigen Huddle des Masterstudiengangs erstmalig einen methodischen Workshop unter der Leitung der Foresight-Expertin und -Beraterin Cornelia Daheim. 20 Teilnehmer*innen, darunter eine ganze Zahl neuer Kapitel21-Mitglieder war dabei.

In der Zukunftsforschung wurden in den letzten Jahren neben den traditionellen, analytischen Herangehensweisen viele Ansätze entwickelt, die das Prinzip der „aktiven Erfahrung“ und Gestaltung von Zukunft in den Vordergrund rücken. Neben Design Fiction gehören dazu besonders die Verbindung von Szenariomethoden mit theatralen Verfahren (= „Scenario Enactments“), wie sie bereits seit langem zum Beispiel im Community Theatre zum „Empowerment“ von Gruppen genutzt werden, und die nun auch in klassischen Projekten mit Unternehmen und Institutionen Eingang finden.

Der Workshop führte anhand einer praktischen Erprobung in die Möglichkeiten des Scenario Enactments ein. Szenarien wurden aktiv „erspielt“, d.h. z.B. mit Methoden des Improvisationstheaters oder des „Scene Scripting“ durch die Teilnehmenden entwickelt und „durchgespielt“. Einer Eingangspräsentation in die Thematik folgte das Selbst-„Erspielen“ von Szenarien. Alle haben mitgespielt!

Spielszene beim Workshop Scenario Enactment
Spielszene beim Workshop Scenario Enactment

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In der Ausstellung – Foto: Bernd Stegmann
In der Ausstellung – Foto: Bernd Stegmann

Ein Neujahrsempfang, der sich der Dystopie widmet – oder dem, was der Künstler, der die Werkreihe schafft, darunter fasst. Einen besseren Start ins neue Kapitel21-Jahr könnte es kaum geben, dachte sich der Vorstand und lud deshalb am Freitag, den 8. Januar, alle Mitglieder und Interessierten in die kleine Galerie cubus-m im „Kunstkiez“ rund um die Potsdamer Straße.

Kompetent vom Galeristen geleitet und mit offenen Augen für mögliche Verbindungen zwischen Kunst und Zukunftsforschung erlebten wir die Ausstellung „Dytopia/Fugen“ des in Kiel lebenden Künstlers René Schoemakers. Seine Kunst beschreibt cubus-m auf ihrer Homepage als „beinahe altmeisterlichen, präzise naturalistischen Stil, gleichzeitig jedoch sind seine Werke stets im konzeptuellen Sinne miteinander verbunden. Sie bilden gedankliche und visuelle Zusammenhänge, lösen dabei aber klassische narrative Strukturen oder repräsentative Absichten im Sinne des Naturalismus komplett auf“. Wiederkehrende Motive, Symbole, ideen- und kunstgeschichtliche Anleihen, die Inszenierung der eigenen Person, Frau und Töchter – ein Gesamtwerk, auf das sich selbst einen Reim machen muss, wer es betrachtet. Des Rätsels Lösung scheint es nicht zu geben, stellen wir fest.

Da wir unseren Besuch schon im Vorhinein angekündigt hatten, hatten wir das Glück, dass René Schoemakers selbst sogar ein paar Worte zu seinem künstlerischen Ansatz, dem Verhältnis von Kunst und Zukunftswissenschaft, wie er es (nicht) sieht und einen Buchtipp zu erhalten. Diese wollen wir allen, die nicht kommen konnten, natürlich nicht vorenthalten:

Schoemakers über seine Arbeit

„Meine Arbeiten handeln im Grunde genommen alle von der Leibgebundenheit und einem tiefen Misstrauen gegenüber jeder Art von Überzeugungssystemen. Natürlich auch gegenüber dem Überzeugungssystem, das misstrauisch ist gegenüber allen Überzeugungssystemen.

Vielleicht kann man es so auf den Punkt bringen: mich interessiert die extreme Spannung zwischen konkreter leibgebundener individueller Existenz und jeder Form von allgemeiner systematischer begrifflicher Ordnung, also Glaubenssysteme, Theorien, politische Ordnungen, gesellschaftliche Formationen. Meine Arbeit ist extrem materialistisch und idealistisch zugleich. Mich interessieren die extremen Pole; also das Sinnliche und das Intellektuelle auf die Spitze zu treiben, um den Betrachter in jedem Fall zu überfordern. Für Wohlfühl-Oasen und Wellness-Lounges gängiger Sinnangebote und wohldosierter Verstörung müssen andere sorgen.

Ich bin nur Pippi Langstrumpf: Ich mach, was mir gefällt.“

Schoemakers über das Verhältnis von Kunst und Zukunftswissenschaften

„Eigentlich passt die Arbeitsweise des Künstler systematisch nicht in das Konzept einer Wissenschaft, die versucht zu beschreiben, wie zukünftige Zustände aussehen mögen bzw. wie sich intendierte zukünftige Weltzustände realisieren lassen.

Der Künstler ist bei seinem Tun systematisch desinteressiert an der Zukunft „seines Werkes“ als Gegenstand prospektiver Erkenntnis. Das Werk ist das Werk, das sich ergeben haben wird, wenn es vollendet ist. Insofern lauert der Künstler schon auf das Ergebnis seiner Bemühungen, aber das Ergebnis seines Tuns ist nicht die Werkgestalt, die sich möglicherweise in der Zukunft realisiert haben wird aufgrund seines planenden Tuns, sondern aufgrund der vielen größeren und kleineren Abweichungen von seinen Vorstellungen, die er sich begleitend während des Werkprozesses macht.

Der Künstler ist süchtig nach freudigen Enttäuschungen seiner Erwartungen.

Und radikal offen für das, was entsteht.

Insofern ist er nur schwer in Dienst zu nehmen für das Ausspähen und Zurechtmodeln der Zukunft. Die Zukunft möge kommen und überraschend sein. Natürlich will der Künstler sich auch keineswegs nützlich machen. Das wäre das Ende der Kunst. Und der Anfang der Dienstleistung.“

Schoemakers Buchtipp für Zukunftsforscher*innen

„Pflichtlektüre für Futurologen: Thomas Mann – Joseph und seine Brüder. Alle Bände.

Nicht jetzt wegen des nichtlinearen, zyklischen Zeitverständnisses („Einst“ – als doppelgesichtiger Begriff), sondern wegen der Beschreibung lässiger selbstreflexiver Gestaltung von Gegenwart und Zukunft aus dem Geist der Vergangenheit, die Zukunft immer schon in sich trägt. Man muss sie nur lesen und Wirklichkeit werden lassen.

Tief ist der Brunnen der Vergangenheit – aus dem wir gegenwärtig das Wasser zum Bestellen zukünftiger Felder und Ernten ziehen.“

Und welche Zusammenhänge, Implikationen und „Nützlichkeiten“ können wir aus den Arbeiten ziehen? Vielleicht, dass gerade uneindeutige Motive kreative Denkräume öffnen können. Vielleicht dass es im Verhältnis von Kunst und Zukunftsforschung nicht darum geht, sie nutzbar zu machen, sondern Inspiration zuzulassen, die sich nicht in überprüfbare Ergebnisse übersetzen lässt. Vielleicht aber auch etwas ganz anderes. Ein Teil der Gruppe diskutierte diese Fragen in einer Bar um die Ecke weiter. Der andere Teil ging mit Gedanken nach Hause, die sich schon irgendwo zwischen Leib und Denksystem festgesetzt haben werden.

(JK)

Veranstaltungen

Wir freuen uns besonders folgende Ankündigung machen zu können:

Am 10. Dezember findet der erste gemeinsame Salon Futur von Institut Futur und Alumni-Netzwerk statt! Das Kapitel21: Zukunftsforschung lädt alle Interessierten herzlich ein.

Salon Futur #10
Industrie 4.0 – Arbeiten im Zeitalter digitaler Produktionsprozesse

Der Prozess der Digitalisierung macht nicht an den Werkstoren Halt. Neben Unternehmensstrukturen verändert er ganze Branchen und beeinflusst wie, wo und was wir arbeiten werden. Neben einer Reifegradprüfung, mit der einzelne Unternehmen ihre Entwicklung hin zur Digitalisierung von Prozessen transparent machen, bewerten und steuern können, muss eine gesamtgesellschaftliche Bewertung für das Erreichen der Voraussetzungen auf dem Weg zur vierten industriellen Revolution und einem damit verbundenen Arbeiten 4.0 erfolgen. Eine Bewertung setzt eine gesellschaftliche Debatte voraus, zu der der Salon Futur #10 beitragen möchte. Neben Einblicken in den Stand des Entwicklungsprozesses auf dem Weg zu einer vierten industriellen Revolution wird vor allem auch zu diskutieren sein, welche Chancen, Herausforderungen und Mitbestimmungsmöglichkeiten für unsere Gesellschaft und den Einzelnen bestehen, wenn virtuelle und reale Welt zu einem Internet der Dinge zusammenwachsen (sollen).

Programm
19:00 Keynote
· Prof. Dr. Thomas Pietsch, Professor im Studiengang Wirtschaftsinformatik der HTW Berlin für das Fachgebiet Informations- und Geschäftsprozessmanagement
· Dr. Benjamin Kettner, Mitgründer und CTO der ML!PA Consulting GmbH
19:45 Podiumsdiskussion
· Univ.-Prof. Dr. G. de Haan, Institut Futur, FU Berlin und
· Michaela Führer, Kapitel 21: Zukunftsforschung

Zeit & Ort
10. Dezember 2015, 19:00 – 21:00
yomma
Chausseestraße 84
10115 Berlin

Der Eintritt ist frei.
Wer dabei sein möchte, schickt bitte eine kurze E-Mail an salon@institutfutur.de.
Spontanes Erscheinen ist zur Not auch erlaubt.

Wir freuen uns auf zahlreiches Kommen und auf eine spannende Diskussion!

Veranstaltungen

Der Sommer ist vorbei, das neue Semester hat begonnen und wir haben schon fast wieder vergessen, wie wir alle aussehen und was wir eigentlich so machen. So soll es nicht sein unter Zukunftsforscherinnen und Zukunftsforschern, denn wir wollen nicht nur die Zukunft bedenken, sondern auch ein zukunftsfähiges Netzwerk knüpfen.

Deshalb laden wir alle Mitglieder, Noch-Nicht-Mitglieder und vor allem die neuen Studierenden des Masters Zukunftsforschung ganz herzlich zu unserem Stammtisch ein. Wir treffen uns am Freitag, den 23. Oktober 2015 ab 19 Uhr im – kein Witz! – Kapitel 21 in der Lehrter Straße 55 in 10555 Berlin – gut gelegen zwischen den Stationen Hauptbahnhof, Westhafen, Wedding und Turmstraße.

Neben tollen Gesprächen kreuz und quer durch die Jahrgänge können wir gemeinsam Fragen, Vorschläge und Ideen heraufbeschwören und besprechen. Außerdem haben wir uns noch eine Aktion überlegt, mit der alle alle besser kennenlernen. Seid gespannt!

Kommet zahlreich!

Wir freuen uns auf euch,

euer Kapitel21-Vorstand

Julian, Kai, Josefa, Sascha und Gabi

Allgemein Veranstaltungen

Das Netzwerk Zukunftsforschung e.V. lädt ein:

STANDARDS UND GÜTEKRITERIEN DER ZUKUNFTSFORSCHUNG:
ERWARTUNGEN, ERFAHRUNGEN, ENTWICKLUNGEN

Woran erkennt man gute Zukunftsforschung? Wie sieht eine fundierte Befassung mit Zukunft aus, die einerseits wissenschaftlichen Ansprüchen genügt und ihrem Gegenstand gerecht wird, andererseits aber auch hinreichend wirksame Unterstützungsleistungen für ihre Adressaten erbringt?
Diese Fragen waren der Ausgangspunkt des Ende 2014 in Kooperation mit dem Netzwerk Zukunftsforschung erschienenen Handbuchs für Standards und Gütekriterien der Zukunftsforschung. Die hier definierten Standards sollen als Dialoginstrument und fachlicher Bezugspunkt für den Austausch über die Qualität professioneller Forschung dienen. Von Anfang an konzipiert als Auftakt und Anregung einer Diskussion und Weiterentwicklung soll dieser Austausch nun im Rahmen der Jahrestagung des Netzwerks Zukunftsforschung vertieft werden.
Ausgehend von einer Betrachtung der bereits seit vielen Jahren in der Forschung etablierten Evaluationsstandards der DeGEval sollen erste Erfahrungen mit dem Handbuch für Zukunftsforscher in Praxis, Forschung und Lehre ausgetauscht und positive wie negative Erfahrungen kritisch reflektiert werden. Im Vergleich zu internationalen Ansätzen und anhand konkreter Anregungen aus dem Netzwerk sollen Strategien zur zukünftigen Weiterentwicklung und Etablierung der Standards zusammengeführt werden.
Die Teilnahme ist kostenlos. Abendessen als Selbstzahler.

Anmeldung unter: zukunft@sicherheit-forschung.de

Das Kapitel ist in Form einiger Vorstände und bestimmt auch Mitglieder dabei und freut sich auf den Austausch – sowohl inhaltlich als auch über die künftige Zusammenarbeit!

Allgemein Veranstaltungen